Delfin – Kroatien | Reiseführer für Delfin – Kroatien
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Delfin

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Während einer Bootstour oder Fährfahrt kann man in der Adria Delfine beobachten.

Inhaltsverzeichnis

Bildergalerie vom Delfin

Wo lebt der Delfin

Der Große Tümmler Tursiops truncatus belebt mit seinen tollkühnen Schwimm- und Springmanöver die Adria. Er hält sich oft nahe der Küsten auf und gelangt dabei auch in Lagunen und Buchten. Mit eines der ersten Schutzgebiete für die Delfine weltweit ist der Bereich zwischen der Insel Cres und der Insel Losinj in Kroatien. Seit 2006 ist dieses Gebiet das erste seiner Art im Mittelmeerraum. In der benachbarten Küstenortschaft Veli Losinj hat die Organisation Blue World ihren Stützpunkt. Deren Aufgabe ist es aktiv zum Schutz der Delfine beizutragen, und über das Verhalten und Bootsführungen bei Sichtung der Tiere zu informieren.

Delfine wurden oftmals 2 Tage nach Buraende im Sommer in der Kvarner Bucht von Senj (Festland) aus beobachtet .

Wissenswertes über den Delfin

Aussehen

Er wird 190 bis 400 cm groß, dabei liegt das Gewicht zwischen 150 bis 300 Kg. Es kann aber durchaus ein Gewicht von 650 Kg erreicht werden. Die Haut ist auf der Oberseite überwiegend grau gefärbt, die Bereiche unterhalb des Maules und der Bauchunterseite sind heller.

Auf dem Rücken trägt er eine charakteristische dunkle sichelförmige Finne die beim schwimmen aus dem Wasser ragt; somit kann die Art leicht erkannt werden. Am Bauch hat der Delfin zwei Brustflossen die bis zu 50 cm lang werden können. Typisch für diese Art ist die kurze Schnauze, deren Kiefer mit kleinen konischen Zähnen besetzt sind..

Sie haben einen stromlinienförmigen Körper der dadurch eine hohe Schwimmgeschwindigkeit zulässt. Eine Geschwindigkeit von 65 Km/h kann somit problemlos erreicht werden. Das zeitweilige Springen der Delfine sollte nicht nur als Spieltrieb gewertet werden, hierbei orten die Delfine auch Mövenansammlungen die eine Nahrungsquelle anzeigen können.

Nahrung

Die Hauptnahrung besteht aus Fischen es werden auch Garnelen, Tintenfische und Krebstiere erbeutet. Die aktive schnelle Beutejagd erfolgt auf dem Prinzip der Echo Ortung. Hierbei sendet der Tümmler hochfrequente Klicklaute aus, deren Schallwellen werden von der Beute zurückgeworfen und dienen somit zur Ortung. Die Delfine besitzen kleine Ohröffnungen aber die Schallwellen werden überwiegend über das Maul in das Innenohr weitergeleitet. Auch der Sehsinn ist bei ihnen gut entwickelt.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die großen Tümmler erreichen die Geschlechtsreife nach 8 bis 13 Jahren, wobei es bei den Männchen erheblich länger dauert. Die Paarungszeit erstreckt sich in den wärmeren Gewässern zwischen März und Mai. Gebietsweise können das ganze Jahr hindurch Paarungen und Geburten vermerkt werden.

Das Jungtier auch Kalb genannt kommt nach einem Jahr Tragezeit mit dem Schwanz zuerst auf die Welt. Dies verhindert das es im Laufe der Geburt unter Wasser ertrinkt da sie keine Kiemen besitzen. Die gebärende Mutter wird beschützend vom Rest der Herde umringt, eventuelle Fressfeinde oder Störenfriede werden vehement abgewehrt.

Das Kalb wird sofort nach der Geburt von der Mutter an die Wasseroberfläche gedrückt, damit es hier seinen ersten Atemzug nehmen kann. Es hat eine Länge von 100 bis 120 cm und wiegt meist 10 bis 15 Kg. Es wird bis zum achtzehnten Lebensmonat gesäugt, nimmt aber ab dem siebten Monat bereits feste Nahrung zu sich. Beim Säugen spritzt die Mutter die äußerst fettreiche Milch aktiv durch die Muskulatur aus den Milchdrüsen in das Maul des Kalbes, da keine Lippen zum Saugen vorhanden sind. Das sehr innige Verhältnis der Mutter zum Kalb dauert drei Jahre an, in der Zeit lernt das Kalb alles was es zum Überleben braucht. Erst danach ist das Delfinweibchen wieder bereit ein Junges zu gebären.

Verhalten

Die Tiere leben in einem engen sozialen Verband, sie bilden so genannte Schulen. Angeführt wird die Gruppe, die aus bis zu 15 Individuen und mehr bestehen kann, in der Regel von einem älteren Männchen. Den Rest bilden Weibchen und ihr junger Nachwuchs. Jüngere Männchen ohne Verband sammeln sich außerhalb der Gruppe und bilden ihre eigene Schule, den Junggesellenverband.

Die Mitgliedschaften der Gruppen sind nicht festgelegt, es kommt durchaus zu einem Wechsel von einzelnen Tieren. Dennoch sind starke Bindungen von Tieren vorhanden kranke und verletzte Artgenossen werden rege betreut. Die Schulen schwimmen am Tag 70 bis 100 Km und tauchen dabei bis zu 500 Meter tief ab. Wenn sehr große Nahrungsquellen vorhanden sind treffen sich verschiedene Schulen und bilden eine Ansammlung die bis zu 1000 Tiere umfassen können.

Die Verständigung der Delfine untereinander geschieht mittels Pfeif und Klicktöne, jedes Tier hat seinen eigenen Erkennungston, der sich durch eine individuelle Lautfolge definiert. Durch das gezielte Aussenden der Lautfolge reden sich Delfine untereinander an und antworten darauf. Es gibt verschiedene Signale mit deren Hilfe sie ihre Identität und Befinden innerhalb der Herde mitteilen. Diese Töne variieren in der Länge und der Höhe. Der messbare Hörbereich liegt bei Frequenzen von 220 kHz, sie können damit Töne weit aus dem Ultraschallbereich wahrnehmen. Sie tauschen untereinander gerne Körperkontakt aus was den Zusammenhalt stärkt.

Besonderheiten

Die Delfine stoßen alle drei Stunden ihre oberen Hautzellen ab, somit wird der Strömungswiederstand im Wasser verringert. Eine weitere erstaunliche Fähigkeit haben sie bei ihren Schlafgewohnheiten. Eine Hirnhälfte bleibt immer wach um so die Atmung kontrollieren zu können. Um Fressfeinde früh genug zu erkennen bleibt auch stets ein Auge geöffnet welches die Umgebung wahrnimmt.

Nutzen

Durch seine hohe Lernfähigkeit werden trainierte Delfine vom Militär genutzt um Seemienen zu entschärfen. Da sie auch dem Mensch gegenüber sehr kontaktfreudig sind setzt man sie zur Therapie bei schwerkranken Menschen ein. Bekannt sind diese Verfahren bei den autistischen Erkrankungen.

Mythologie In der Mythologie und Esoterik spielen sie noch immer eine große Rolle. Ein Sternbild wurde nach den Delfinen benannt, in vielen alten Darstellungen sieht man sie als Reittiere für die Nymphen des Mittelmeeres. Im europäischen Mittelalter wurde der Delfin als Wappentier genutzt. Eine große Rolle wird ihnen auch in Büchern oder Filmen übertragen.

Weblinks

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