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Zikade

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Version vom 20. August 2008, 17:50 Uhr von Steinefee (Diskussion | Beiträge)
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Inhaltsverzeichnis

Bildergalerie der Zikade

Wo lebt die Zikade

Es sind 40.000 Arten der Zikaden weltweit bekannt. Davon sind ca 4000 verschiedene Singzikaden beschrieben. Im Mittelmeergebiet sind 60 angesiedelt.

Wissenswertes über die Zikade

Aussehen

Die Zikaden leben in Bäumen und Sträuchern. Durch ihre Färbung in Braun, Schwarz, Orange, Grün und Gelbtönen sind sie schwer zu entdecken, da sie sich fast perfekt der Umgebung anpassen. Sie variieren je nach Art stark in Größe und Flügelspannweite. Die größte Art besitzt 11 Zentimeter Körperlänge und 22 Zentimeter Flügelspannweite, wobei die kleinste 1,4 Zentimeter und 4 Zentimeter Flügelspannweite aufweist. Der Kopf ist groß, besitzt deutlich hervorgewölbte Augen, sehr kurze Fühler und einen Saugrüssel der der Kopfunterseite entspringt. Die 2 paarigen Flügel werden im Ruhezustand immer dachziegelartig über dem Hinterleib getragen. Die Singzikaden haben keine Sprungbeine wie die anderen Vertreter, die dadurch oft mit Heuschrecken verwechselt werden.

Nahrung

Die Zikaden ernähren sich ausschließlich von Pflanzensaft der reich an Wasser und Nährstoffen ist. Dazu bohren sie die Stengel der Wirtspflanze mit Hilfe des Saugrüssels an. Die Larven erhalten den Saft von den unterirdisch gelegenen Wurzeln, da sie unter der Erde ihre Verwandlung durchleben.

Fortpflanzung und Entwicklung

Der typische Zikadengesang kann für den Menschen nur hörbar von den Vertretern der Cicadidae erzeugt werden. Nur die Zikadenmännchen vermögen mit ihrem Trommelorgan, welches sich am Hinterleib befindet, Gräusche zu entwickeln. Durch Muskelbewegungen werden sogenannte "Schallplatten" in Schwingungen gesetzt. Die nötige Resonanz erhalten sie durch einen Luftsack der sich im Hinterleib befindet. Unter diesem befinden sich auch hauchdünne Membranen, welche die Gehörorgane darstellen und Schwingungen aufnehmen.

Die durch den Gesang angelockten Weibchen treffen sich mit den Männchen meist in großen Versammlungen in Bäumen und Sträuchern. Nach der Paarung bohrt das Weibchen Stengel und Zweige von Pflanzen an, um dort ihre Eier ablegen zu können. Die gesclüpften Larven fallen auf die Erde, graben sich mit ihren kräftigen Grabbeinen ein und verweilen dort zwischen neun Monaten und 17 Jahren in einer Tiefe von 15-60 Zentimetern. Manche hat man aber auch in 3 Metern Erdtiefe gefunden. Wenn die Larven ihre Entwicklng abgeschlossen haben klettern sia an Bäumen empor und schlüpfen als Vollinsekt.

Nutzen, Mythen und Legenden

Zikaden findet man in vielen Mythen, Legenden und in der Kunst. Sie stehen dort für die Wiedergeburt und Unsterblichkeit. Man findet Kulturen die Musikinstrumente herstellen deren Klänge sich wie Zikaden anhören. Zikaden werden abgebildet auf Schmuck und Münzen. Sie werden aus den verschiedensten Materialien als Figuren hergestellt. Auch in der Medizin fanden sie einen Platz, noch heute werden Präperate gegen Fieber hergestellt. Zu guter Letzt kann man manche Zikaden auch essen.

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